Rückschau auf die Dezember – Critical Mass

Los ging es. Mit fast 50 Fahrerinnen und Fahrern ein Kieler-Dezember-Rekord.

Die Dezember – Critical Mass ist gefahren. Wie schon im Vormonat ging die Fahrt durch Schmuddelwetter. Dennoch ein Dezember-Rekord für Kiel: Waren es in den letzen beiden Jahren nur so um die 20, haben wir diesmal 47 Räder gezählt.

Einfach nur toll, wenn sich trotz dieser Bedingungen erneut so um die 50 People zusammenfinden, um ihrer Überzeugung Ausdruck zu verleihen. Riesen Respekt vor allen Fahrerinnen und Fahrern!! Die Fahrt ging diesmal wieder über die volle Zeit – erst gegen 21 Uhr kam der Zug wieder am Ausgangspunkt an.

Was lag so an?

Ok, kalt und dunkel war es – das wissen wir. Richten wir unseren Blick auf kurrioses. Bereits am Anfang der Tour, noch im Berliner Kreisel, sorgte eine Situation für breites Kopfschütteln. Ein Fahrlehrer (der Fahrschule, deren Schulfahrzeuge wie Rennwagen beklebt sind) wollte seinen Fahrschüler doch tatsächlich in den geschlossenen Verband (über die Busspur) einfädeln lassen. Nachdem er zu seinem eigenen Schutz gecorkt wurde, stieg dieser Fahrlehrer zudem noch aus und meinte (immerhin freundlich), das sein Fahrschüler wertvolle Zeit seiner Stunde verlöre… *Hüstel*, was bitte implementiert dieser Mensch in der Wahrnehmung seiner Schülerinnen und Schüler? Wenn wertvolle Zeit auf dem Spiel steht, sind Regeln der Straßenverkehrsordnung überfüssig? Bravo, ganz großes Kino. Übrigens, angesprochen auf § 27 Abs. 1 der StVO begegnete uns die große Ahnungslosigkeit. Schon ein skurriles Bild für eine Fahrschule.

Auffällig war diesmal, dass der Verband auffällig oft von Kraftfahrzeugen überholt wurde. Das geht prinzipiell in Ordnung, der Verband war bei rund 50 Teilnehmenden nicht sonderlich lang und wenn dies in entsprechender Geschwindigkeit mit entsprechenden Sicherheitsabständen geschieht – alles paletti. Die meisten Autos überholten uns auch genau so, nur gab es (natürlich) wieder einige testosterongestörte Vollpfosten, die im großen, bezinfressenen Monstern (hier Mercedes und Audi) mit durchdrehenden Rädern, Dauerhupen und besitmmt 80 Sachen den Zug überholten, um noch vor dem entgegenkommenden Bus wieder scharf vor dem Verband einscheren zu können. Bei Dunkelheit und feuchter Straße sind solche (Lenk)Manöver extrem gefährlich und offenbaren das intellektuelle Niveau (wo nur ist schon wieder die Lupe?) der Fahrer dieser Waffen mit Verbrennungsmotor. Ihnen gehört zum Schutze der Allgemeinheit ihre Lizenz (zum Töten) entzogen. Nebenbei wäre es auch mal ganz interessant, wo sowas den Führerschein macht… 😉

Zum Abschluss gabs noch einen Knaller in »rot und groß« – als der Verband gegen 21 Uhr zum Finish die Bergstaße hinabrollte, wurde dieser von einem gutbesetzten KVG-Bus (Linie 11) überholt, welcher dann vor dem Verband wieder ganz rechts auf die Busspur rüber zog… Joooooooh, da kam sicher Freude bei den Fahrgästen auf. In der Bergstraße gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Nun, vermutlich war der recht junge Busfahrer nur genervt, dass er noch arbeiten musste und nicht bei uns mitfahren konnte. Vielleicht klappts ja beim nächsten mal.

Die nächste Mass findet am 27. Januar statt. Winterzeit. Obs diesmal eine weiße Tour wird?

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Rückschau auf die November – Critical Mass

November-Wetter: Die Handy-Cam war überfordert. Es war so nebelig und diesig, dass die Auto-Fokussierung während der Fahrt kläglich versagte.

Die November – Critical Mass ist gefahren. Wir hatten typisches November-Wetter mit allem Zubehör. Es war feucht, nebelig und kalt und die ersten Winter-Erkältungswellen rollen durchs Land. Entsprechend war die Teilnehmerzahl dieses mal überschaulicher, aber geschätzten 50-70 Fahrerinnen und Fahrern war all dies schnuppe und sie waren dabei.

Aufgrund des ungemütlichen Wetters fiel die zurückgelegte Stecke diesmal allerdings kürzer aus als sonst – der Verband, welcher sich zum Ende bereits gelichtet hatte, traf bereits gegen 20:30 Uhr wieder am Treffpunkt/Ausgangspunkt ein. Als einen Höhepunkt der Fahrt empfand ich den kurzen Halt des gesamten CM-Verbandes an der Ecke Walker Damm/Hopfenstraße, um die Demo der Antifa und feministischer Gruppen (sollte ich Gruppen übersehen haben, bitte ich um Entschuldigung) vor der AfD-Landesgeschäftsstelle gegen Rassismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit mit unser Masse zu unterstützen. Bei der Demo war ne Menge Power, vieler kritischer Menschen, die nicht wegschauen, am Start – großartig! In diesem Zusammenhang soll auch an dieser Stelle auf die Antira-Soli-Party »You can`t evict Solidarity« – HipHop, Techno & more in der alten Meierei am Samstagabend hingewiesen werden.

Ansonsten war es ruhig und beschaulich. Ach ja – ein hinter dem Verband fahrender Kraftfahrzeuglenker musste mittels mehrminütigem Dauerhupen unbedingt zeigen, dass er den Längsten hat. Was nebenher bemerkt eine Ordnungswidrigkeit nach StVO § 16 darstellt, zeigt das Selbstverständnis einiger, die mit zuviel Testosteron umherwabern. Nun, das Tempo des Verbandes verlangsamte sich darauf hin sicherheitshalber etwas.

Wir freuen uns schon auf den 30. Dezember. Ein Tag vor Silvester lassen wir dann das Kieler Mass-Jahr ausklingen! Und, nächstes Mal haben alle Zeit! 🙂