Das war gar nix, liebe Kieler Polizei!

poilizei2
110 – heute eine ganz schlechte Nummer in Kiel.

2017. Die Februar – Critical Mass ist gefahren. Das Wetter war wieder mal gut, wenn auch noch einmal kalt. Wieder dabei waren etwa so um die 40 Räder, zum Schluss kamen leider nur 16 ins Ziel. Dies war sicher mit ein Resultat der heute gefahrenen Aktionen der Kieler Polizei gegen die Mass.

Dieser Beitrag wurde geschrieben von Kay

Die Kieler Polizei mag kein Lob

Mit dem in diesem Blog ausgesprochenen Lob vom letzten Monat konnte die Kieler Polizei offenbar nicht umgehen. Vielleicht ist sie soetwas nicht gewohnt und so tat sie heute einiges, damit sich dieses Lob nicht wiederholt. Ok, bitte sehr.

Zweimal wurde der Verband diesmal von der Polizei angehalten und jedes mal fuhren die Beamten eine höchst dubiose Strategie.

Beim ersten Stopp auf der Rendsburger Landstraße wurde von den Beamten behauptet, dass der CM-Verband sich im Einsatz befindliche Fahrzeuge behindere und diese nicht passieren ließe – dies sei der Polizei von der Feuerwehr gemeldet worden. Dies konnten wir eindeutig widerlegen. Daraufhin wurde gefragt, wer wir denn seien und ob die Aktion angemeldet sei. Und zu guter Letzt sollten wir noch auf den Radweg verwiesen werden, was wir natürlich mit dem Verweis auf die Rechtslage (§ 27 Abs. 1 StVO) abwiesen. Wir konnten dann (natürlich) unbehelligt weiterfahren.

Beim zweiten Stop auf dem Westring wurde erneut gefragt, wer wir denn seien, ob diese Aktion angemeldet sei und natürlich wurden wir nochmals auf den Fahrradweg verwiesen blabla. Gleiche Reaktion von uns wie zuvor. Auf unsere Weigerung hin, die Fahrbahn zu verlassen, wurde uns dann damit gedroht, dass wir (natürlich) weiterfahren dürften, aber uns allen ein Ordnungsgeld drohen würde, wenn wir neben der rechten Fahrspur auch die linke benutzen würden. Dazu aber gleich noch etwas.

Kieler Polizei grotesk

Zunächst einmal ist es nicht nur lästig, sondern es muss doch auch für die Kieler Polizei höchst unangenehm sein, dass ich oder andere ihnen jedes Mal wieder die rechtliche Situation erklären müssen. Ich schreib dazu jetzt mal nichts mehr. Wenn die Polizei mit liest (und das tut sie) und tatsächlich noch Nachschulbedarf besteht (was ich allerdings nicht glaube), dann soll sie doch bitte selbst noch mal nachlesen. Ich stelle fest, dass es doch schon sehr blamabel ist, wenn sich ein Hauptkommissar in matialistisch anmutender Art und Weise (beim 2. Stopp) vor uns aufgebaut und dann so tut, als kenne er nicht einmal die Regeln der StVO.

Zum anderen kommt es indessen der rechtsstaatlichen Schmerzgrenze schon sehr nahe, ganz offensichtlich falsche Behauptungen aufzustellen: Die Critical Mass hat weder heute Abend, noch in der Vergangenheit, Einsatzfahrzeuge im Einsatz behindert! Das wird die CM auch in Zukunft nicht tun! Richtig ist, dass sich heute offenbar ein RTW (Rettungswagen) oder KTW (Krankentransportwagen) der Feuerwehr Ecke Rendsburger Landstraße/Wulfsbrook hinter dem Zug befand. Dieser hatte allerdings keine Sonderrechte geltend gemacht, das heißt Blaulicht und Warnsignale eingeschaltet. Somit stellt dieses Fahrzeug einen ganz normalen Verkehrsteilnehmer dar, welches keine Sonderrechte genießt und muss sich, wie alle anderen Verkehrsteilnehmer auch, wenn der Verkehr durch Staus, Baustellen oder eben die Critical Mass etwas langsamer läuft, in Geduld fassen. Diese Nummer war eine glatte 6, liebe Polizei!

Strategie der Kieler Polizei?

Nach meinen Erfahrungen regt sich hier der starke Verdacht, das hinter solch einem zweifelhaften Vorgehen System steckt. Dieses System nennt sich Einschüchterung (wie leider so oft). Nach der Zwiebeltaktik wird einfach mal etwas behauptet (bspw. dass wir angemeldet sein oder auf dem Radweg fahren müssten etc.), um uns einzuschüchtern und von der Fahrbahn runter zu kriegen. Wenn man den Beamten dann die gesetzliche Grundlage zu dem jeweiligen Punkt klarmacht und die Anordnung ad absurdum führt, kommt die nächste Stufe usw.

Es ist aber als sehr wahrscheinlich zu werten, dass die Polizei tatsächlich genau weiß (wenn nicht, wäre das wirklich sehr traurig), dass wir nichts machen, was nicht durch die StVO gedeckt wäre! Nicht einmal, dass der Verband gelegentlich auch mal mehr als eine Fahrspur benutzt, wäre eine Verletzung der Regeln, da sich einzelne Teilnehmer auch mal überholen müssen, was mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand zu erfolgen hat.

Ich vermute, dass die Polizei lediglich genervt davon ist, dass sich ständig irgendwelche Testosteron-Hoschis in ihren klimakillenden Blechkisten, die sich durch uns in ihrer individuellen Freiheitsausübung blockiert fühlen, bei ihnen in der Leitstelle melden und ihnen die Ohren vollquaken. Leider scheint es nun aber so zu sein, dass die Kieler Beamten in der Leitstelle, anstatt diesen Hoschis mit zu teilen, dass dies, was sie dort gerade erleben, eine rechtlich nicht zu beanstandende Situation darstellt und sie locker bleiben sollen, sie lieber ihre blau/schwarzen Truppen losschicken, die uns offenbar wegmobben sollen. Und das eben leider auch mit offenkundig unkorrekten Anweisungen – das geht so schon mal gar nicht!

Wie soll(t)en wir reagieren?

Zunächst einmal: Auf gar keinen Fall einschüchtern lassen! Wenn meine Mutmaßung stimmt, dann soll nämlich genau dies durch eine solch suspekte Gangart erreicht werden (was sonst?). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Zwischenfälle jeglicher Art vermeiden wollen, sollen so von der CM vergrault werden. Dies wird der Polizei vermutlich auch bei einigen gelingen. Leider.

Unsere Reaktion darauf kann nur sein, dass wir wir erstens weiterhin cool bleiben und unser Ding machen. Wir sollten ihnen zeigen, dass wir uns nicht einschüchtern lassen – warum auch? Zeigen wir ihnen, dass wir keine kleinen Kinder sind, die man mit einer schwarzen Uniform und dem bösen Blick beeindrucken kann. Pfffff…! Und zweitens – das halte ich für besonders wichtig – dass wir wieder mehr Fahrerinnen und Fahrer auf die Fahrbahn kriegen!! Je mehr wir sind, umso absurder werden solcherlei merkwürdige Polizeiaktionen.

Deshalb mein Aufruf an alle: Bitte, bitte, bitte macht Werbung für die CM! Aktiviert eure Freundinnen und Bekannten nochmals und bittet sie eindringlich, diese großartige Aktion mit ihrer Teilnahme zu unterstützen! Holt sie von der Couch! Lasst uns jeder das nächste Mal 2-5 neue Fahrerinnen und Fahrer mitbringen. Überlegt bitte mal, wenn nur jeder von uns zwei weitere Teilnehmerinnen aktiviert (hätte), wären wir heute bereits 120 Leutchen gewesen! Das ist schon ne Hausnummer.

Vielleicht wäre es überdies hilfreich, wenn wir den Spieß auch einfach mal umdrehen. Was spräche denn dagegen, das wir, wenn mal wieder ein hormonell überversorgter dauerhupend hinter uns her fährt (Verstoß gegen StVO § 16 – Warnzeichen) oder rechtswidrig in den geschlossenen Verband einfährt, oder den Verband mit Gefährdung überholt, etc., nicht auch einfach mal zum Mobilphone greifen und 110 wählen? Und das am Besten gleich zu mehreren… Oder wir fotografieren solcherlei Aktionen und bringen diese zur Anzeige? Bisher haben wir darauf immer verzichtet. Diskutiert dies doch bitte mal untereinander, gern auch hier oder/und auf Facebook.

Eins ist mir persönlich noch wichtig: Wir müssen, auch wenn wir jeder für uns selbst fahren und verantwortlich sind, zusammenstehen! Wird einer durch die Polizei herausgegriffen, sollte der ganze Verband anhalten und sich auch gern mit Fragen einmischen. Habt bitte keine Sorge, es sind immer Fahrerinnen oder Fahrer im Verband dabei, die sich so gut mit der Rechtslage auskennen, um jegliche Konfrontation mit der Ordnungsmacht an forderster Position zu managen. Die Critical Mass ist durch die StVO gedeckt.

Die nächste Mass findet am 31. März statt. Diesmal bei bestimmt gutem Wetter und mit einer Teilnehmerzahl im dreistelligen Bereich. Das habt ihr nun davon.

Rückschau auf die Januar – Critical Mass

polizeikiel
Gut gemacht, Kieler Polizei!

2017. Die Januar – Critical Mass ist gefahren. Fein war diesmal das Wetter – zwar kalt mit etwa -2 C°, aber dafür absolut trocken. Mit dabei waren diesmal 40 Räder, gefahren von den Besten der Besten, welche diese Fahrradstadt hervorbringt.

Denn wer am Freitag Abend, bei diesen Temperaturen, für eine lebenswertere Stadt eintritt und Monat für Monat ein Zeichen setzt – auch wenn einige wenige Autofahrende dieses Zeichen vollkommen missverstehen, aber dazu gleich – der oder die verdient einfach nur Respekt. Ich wiederhole mich, aber das ist mir schnuppe: »Riesen Respekt vor allen Fahrerinnen und Fahrern!«

Knapp dran ist immer noch rechtzeitig genug

Die Atmosphäre war diesmal deutlich gelöster, da die Fahrerinnen und Fahrer nicht mit der ekligen Nässe der letzten beiden Fahrten konfrontiert wurden. Dabei sah es bis 5 Minuten nach 19 Uhr noch so aus, als könne die Fahrt dieses mal gar nicht stattfinden, da sich bis dahin nur 14 Leute versammelt haben und 15 Leute ja das Minimum darstellen. Nach dem Motto: »Knapp ist immer noch rechtzeitig genug«, kamen dann aber in den nächsten 10 Minuten doch noch 40 Fahrerinnen und Fahrer zusammen. Nun, vielleicht schaffen wir es das nächste mal ja ein wenig Nerven schonender. Persönlich hat mich übrigens sehr gefreut, dass auf einmal wie aus dem Boden gewachsen eine vierköpfige Familie aus meiner Nachbarschaft neben mir auftauchte und ihre erste Mass fuhr – großartig! Wir sollten alle versuchen noch mehr Werbung für uns zu machen, denn wer erinnert sich nicht voller Schwärmerei an die Fahrten im Frühjahr und Sommer mit über 300 Leuten?

Was lag so an?

Richten wir unseren Blick auf außergewöhnliches. Die Strecke wurde diesmal nach meinem Geschmack anfänglich und später noch einmal ein wenig zu sehr in die Peripherie verlegt, fand dann aber wieder in die Innenstadt zurück. Bei Dunkelheit ist es nach meinem dafürhalten einfach angenehmer auf den gut ausgeleuchteten Straßen der Innenstadt zu fahren. Zudem ist die Innenstadt belebter und so ist auch das Feedback, welches die Mass dort von den Menschen auf den Gehewegen erhält, deutlich zahlreicher. So auch gestern – freundliches Winken von Gehsteigen, aus vielen Autos und Bussen – man kennt uns halt und es ist allen klar, wofür wir einstehen und radeln. Die lebenswertere Stadt kommt auch ihnen zu gute.

Freilich war auch der Westring wieder mit im Programm. Ja, der Westring – immer wieder gern gefahren von uns allen, aber immer wieder auch Ort der durchgehenden Nerven einiger weniger Verkerskasper. Während sich alle hinter dem Verband herfahrenden Autofahrenden entweder an dem lustigen Zug erfreuten, oder ihn zumindest als gleichwertige Verkehrsteilnehmer akzeptierten, mussten natürlich wieder mal zwei oder drei Deppen ins Kindergartenalter zurückfallen: Mit Dauertonhupen verliehen diese Figuren ihrem infantilem Weltbild Ausdruck, dass nur klimakillende Kraftfahrzeuge das Recht hätten, öffentliche Fahrbahnen zu befahren. Diese Einzelwesen hatten vermutlich sogar Schaum vor dem Mund, denn sie hupten so lange, bis die rausfliegenden Sicherungen ihrer Blechbüchsen dem Ton ein Ende brachten und uns, sowie Anwohnenden die Ruhe zurück gaben. Endkrank.

Liebe Autofahrende mit Dauerhupe: Ja, es ist richtig – die Fahrbahnen des Westrings sind vierspurig angelegt. Aber, der Westring ist dennoch keine Autobahn, auch wenn ihr euch das in euren skurrilen Köpfen anders ausmalt! Der Westring bleibt eine Fahrbahn innerhalb einer geschlossener Ortschaft, mit einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Das bedeutet – und nun zum Mitschreiben für die Lernresitenten – dass unser Verband, da mehr als 15 Radfahrende zusammen gekommen sind, als ein Fahrzeug gilt und nach § 27 Abs. 1 der StVO die Fahrbahn benutzen darf, selbst wenn Fahrradwegebenutzungspflicht durch Zeichen 237, 240 oder 241 vorgegeben sein sollte. Ferner bedeutet dies ebenfalls, dass auch das letzte Fahrzeug im Verband eine inzwischen wieder auf rot umgesprungene Ampel überfahren darf, sofern das erste Fahrzeug im Verband diese Ampel noch bei Grün überfahren hat (der Verband ist halt ein Fahrzeug).

Also Freunde der Sonne – bleibt gefälligst auf dem Teppich und schämt euch lieber für eure Ignoranz! Wobei natürlich nicht jeder alles Wissen muss und kann – gar keine Frage. Aber wenn man schon ahnungslos ist, dann führt man sich nicht noch auf wie der letzte Depp und macht sich lächerlich.

Die Kieler Polizei

Das es auch anders geht, offenbarte uns ein junger Vertreter der Kieler Polizei vorbildlich. In der Holtenauer Straße, kurz vor dem Verlassen der Wik in Richtung Innenstadt, überholte uns ein Dienstfahrzeug der Polizei, um uns freundlich beim nächsten Ampelstopp, anzusprechen. Der sehr junge Polizist kannte offenbar die Critical Mass noch nicht und auch der zuvor erwähnte Abschnitt der StVO schien ihm im Augenblick nicht geläufig, da er uns bat, auf dem Radweg zu fahren. Kein Problem, denn wie gesagt – Supermänner sucht das Land vergebens, und auch ein Polizist kann nicht jeden Paragrafen kennen. Was wir alle aber an seiner Aktion durchweg super fanden, war die deeskalierende, freundliche Art und Weise, wie wir durch diesen Ordnungshüter angesprochen wurden! Dies ist nebenbei bemerkt nicht die erste positive Erfahrung mit der Kieler Polizei – so verdient man sich Respekt.

Nachdem ich dem jungen Kollegen (nein, ich selbst bin kein Polizist – »Kollege« im Gebrauch einfach nur im Sinne eines »freundlichen Mitmenschen«) kurz den Sachverhalt über die Critical Mass und die Rechtssituation schilderte und ich ihm bat, sich in der Leitstelle nach uns zu erkundigen, begleitete der Streifenwagen den Zug als letztes Fahrzeug des Zuges bis zum Ende der Fahrt. 🙂 Als ich kurz vor Schluss die Mass verließ, wurde mein freundliches Winken vom Beamten ebenso freundlich erwidert. Erstklassig.

Die nächste Mass findet am 24. Februar statt. Vielleicht ja mal bei Plusgraden.

 

Neues in 2017

So war das nicht gedacht, liebe Kommunen. Nun gilt die Fahrbahnampel.

Im neuen Jahr gibt es einige kleine Änderungen für uns Fahrradfahrende in der Straßenverkehrsordnung (StVO). Dies sind:

Fußgängerampel nicht mehr für Radfahrer

Fußgängerampeln regeln ab dem 1. Januar nicht mehr zugleich den Fußverkehr und Radverkehr. Radfahrende auf der Fahrbahn richten sich bisher natürlich weiterhin nach der Fahrbahnampel. Radfahrende auf dem Radweg richten sich nach der Fahrradampel – sofern eine solche vorhanden ist. Ist allerdings keine spezielle Fahrradampel vorhanden, gilt absofort die Fahrbahnampel – nicht mehr die Fußgämgerampel! Diese Regelung ist zwar bereits seit 2013 in Kraft, galt aber bislang nur als Übergangsregelung, um den Kommunen Zeit zu geben, die Ampeln umzurüsten. Allerdings wurde dabei leider häufig nur aus Fußgängerampeln kombinierte Fußgänger- und Radfahrerampeln gemacht, was nicht dem Sinn der Sache gerecht wurde, da die Rot/Grünzeiten für beide gleich bleiben. Sinn und Zweck der Sache ist es ja gerade, die Grünzeit für Radfahrende etwas länger zu belassen (genau so lang wie die Fahrbahn- oder reine Radfahrampel), da Radelnde ja viel schneller als zu Fuß gehende sind und die Fahrbahn noch locker überqueren könnten.

Radelnde Kinder auf dem Gehweg

Kinder bis zum 8. Lebensjahr müssen auf dem Gehweg fahren, auch wenn ein Radweg vorhanden ist. Allerdings, war es bisher so, dass begleitende Aufsichtspersonen diese Kinder nicht auf dem Gehweg per Rad begleiten durften – sie mussten auf der Fahrbahn oder dem Radweg fahren, was oft zu Problemen führte. Dies wurde nun geändert: Nach der neuen Regelung dürfen Kinder auch Radwege benutzen, wenn diese baulich von der Fahrbahn getrennt sind. Dies gilt allerdings nicht für auf die Fahrbahn gemalte Radfahr- oder Schutzstreifen.

Sonderzeichen »E-Bikes frei«

Bisher durften auf Radwegen nur Fahrräder und »Pedelecs« (bis 25 km/h unterstützender Antrieb) fahren. Ab sofort sollen geeignete Radwege auch für »E-Bikes« (e-Antrieb auch ohne Treten) freigegeben werden können. »S-Pedelecs«, die bis zu 45 km/h unterstützend angetrieben werden, müssen/dprfen aber weiterhin auf der Fahrbahn fahren.

Rückschau auf die Dezember – Critical Mass

Los ging es. Mit fast 50 Fahrerinnen und Fahrern ein Kieler-Dezember-Rekord.

Die Dezember – Critical Mass ist gefahren. Wie schon im Vormonat ging die Fahrt durch Schmuddelwetter. Dennoch ein Dezember-Rekord für Kiel: Waren es in den letzen beiden Jahren nur so um die 20, haben wir diesmal 47 Räder gezählt.

Einfach nur toll, wenn sich trotz dieser Bedingungen erneut so um die 50 People zusammenfinden, um ihrer Überzeugung Ausdruck zu verleihen. Riesen Respekt vor allen Fahrerinnen und Fahrern!! Die Fahrt ging diesmal wieder über die volle Zeit – erst gegen 21 Uhr kam der Zug wieder am Ausgangspunkt an.

Was lag so an?

Ok, kalt und dunkel war es – das wissen wir. Richten wir unseren Blick auf kurrioses. Bereits am Anfang der Tour, noch im Berliner Kreisel, sorgte eine Situation für breites Kopfschütteln. Ein Fahrlehrer (der Fahrschule, deren Schulfahrzeuge wie Rennwagen beklebt sind) wollte seinen Fahrschüler doch tatsächlich in den geschlossenen Verband (über die Busspur) einfädeln lassen. Nachdem er zu seinem eigenen Schutz gecorkt wurde, stieg dieser Fahrlehrer zudem noch aus und meinte (immerhin freundlich), das sein Fahrschüler wertvolle Zeit seiner Stunde verlöre… *Hüstel*, was bitte implementiert dieser Mensch in der Wahrnehmung seiner Schülerinnen und Schüler? Wenn wertvolle Zeit auf dem Spiel steht, sind Regeln der Straßenverkehrsordnung überfüssig? Bravo, ganz großes Kino. Übrigens, angesprochen auf § 27 Abs. 1 der StVO begegnete uns die große Ahnungslosigkeit. Schon ein skurriles Bild für eine Fahrschule.

Auffällig war diesmal, dass der Verband auffällig oft von Kraftfahrzeugen überholt wurde. Das geht prinzipiell in Ordnung, der Verband war bei rund 50 Teilnehmenden nicht sonderlich lang und wenn dies in entsprechender Geschwindigkeit mit entsprechenden Sicherheitsabständen geschieht – alles paletti. Die meisten Autos überholten uns auch genau so, nur gab es (natürlich) wieder einige testosterongestörte Vollpfosten, die im großen, bezinfressenen Monstern (hier Mercedes und Audi) mit durchdrehenden Rädern, Dauerhupen und besitmmt 80 Sachen den Zug überholten, um noch vor dem entgegenkommenden Bus wieder scharf vor dem Verband einscheren zu können. Bei Dunkelheit und feuchter Straße sind solche (Lenk)Manöver extrem gefährlich und offenbaren das intellektuelle Niveau (wo nur ist schon wieder die Lupe?) der Fahrer dieser Waffen mit Verbrennungsmotor. Ihnen gehört zum Schutze der Allgemeinheit ihre Lizenz (zum Töten) entzogen. Nebenbei wäre es auch mal ganz interessant, wo sowas den Führerschein macht… 😉

Zum Abschluss gabs noch einen Knaller in »rot und groß« – als der Verband gegen 21 Uhr zum Finish die Bergstaße hinabrollte, wurde dieser von einem gutbesetzten KVG-Bus (Linie 11) überholt, welcher dann vor dem Verband wieder ganz rechts auf die Busspur rüber zog… Joooooooh, da kam sicher Freude bei den Fahrgästen auf. In der Bergstraße gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Nun, vermutlich war der recht junge Busfahrer nur genervt, dass er noch arbeiten musste und nicht bei uns mitfahren konnte. Vielleicht klappts ja beim nächsten mal.

Die nächste Mass findet am 27. Januar statt. Winterzeit. Obs diesmal eine weiße Tour wird?

Kesselrollen

Einen schönen Film gibts aus der Stadt mit den höchsten Feinstaub-Emissionen – der Stauhauptstadt Stuttgart. Jedoch inmitten des ganzen Irrsinns findet sich eine erfrischende Fahrradszene, die tagtäglich dafür kämpft, dass sich die Zustände verbessern. Für eine lebenswertere Stadt. Für die Mobilität der Zukunft. Ein gemeinsamer Treffpunkt dieser Menschen ist die Critical Mass – in Stuttgart, wie bei uns in Kiel.

Lasst uns gemeinsam weiter kämpfen! Überall. In jeder Stadt.

Mit dem (e)-Rad für das Ende der Auto-Normativität

Das hier gilt es gemeinsam zu verhindern.
Das hier gilt es gemeinsam zu verhindern.

Wir, die sich jeden letzten Freitag des Monats zur gemeinsamen Ausfahrt versammeln, wollen die Stadt lebenswerter machen. Dies kann nur funktionieren, wenn der Individual-Kraftfahrzeugverkehr zurückgedrängt wird. Dieser aber genießt bis heute, angesichts anachronistischer Klientelpolitik mit dem Blick durch die Windschutzscheibe, vorrang. Nicht nur umwelt- und klimatische Aspekte drängen zum Umdenken, sondern auch soziale Aspekte. Wir sollten alle verbrennungsmotorlosen Bike-Möglichkeiten für den Wandel nutzen.

Vielleicht sind aufmerksame Leserinnen und Leser über das Vorhandensein des »(e)« in der Überschrift gestolpert, denn in der Regel treten wir ja alle am liebsten selbst auf die Kurbel. Ja, es gibt sogar einige Puristen, die Elektroräder ablehnen – ganz so, als würde damit das klassische Fahrrad kaputt gemacht werden. Dies verwundert mich ehrlich gesagt ein wenig, denn unser Hauptziel ist, dass mehr geradelt werden muss. Und genau hier sind E-Bikes eine zusätzliche, super Option, denn sie bringen viele Leute aufs Rad, die vorher Auto gefahren sind.

Ein Selbsttest

Zugegeben, so ein bisschen »Warmduscher-Muff« duchwehte schon meinen Kopf, als ich mir vorstellte, einmal selbst aufs E-Bike zu steigen. Auf der anderen Seite reizte es mich, mich genau diesem Vorurteil einmal zu stellen, und so entschloss ich mich todesmutig im Selbstversuch, die November-Critical Mass als »warmduschender Pedelec-Fahrer« zu fahren. Erste Frage – woher nehmen und nicht stehlen? Nico und Steffen von der Fahrradschmiede Wellingdorf stellten mir kurzerhand eines ihrer Vorführ-Pedelecs zur Verfügung (vielen Dank nochmals dafür). Dabei hatten sie vermutlich auf mein Jammern ein Einsehen – es war nicht eines der üblichen Langweiler-Pedelecs, auf dem »Oma- und Opa« umhertuckern, sondern es handelte sich um ein Conway Cross-Rad (Bilder und Daten zum Pedelec am Ende des Artikels), welches recht sportlich daherkam und so das Unbehagen in mir beim Besteigen des Sattels in Grenzen hielt.

Meine Erfahrungen

Am Donnerstagabend holte ich das Pedelec ab und am Samstagmittag gab ich es zurück. Insgesamt bin ich mit dem Teil 55 km gefahren, was offenlegt, dass ich neben der November-Mass noch andere Strecken austestete. Von Anfang an zeigte sich – ein Pedelec macht Laune! Beim Pedelec (Pedal Electric Cycle) unterstützt ein elektrischer Hilfsantrieb mit bis zu 250 Watt die Tretbewegungen des Fahrers, bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 25 km/h (bei meinem Rad laut Tachometer lag die Höchstgeschwindigkeit bei 26,5 km/h). Je nach dem, welcher Modus gewählt wird, fällt die Unterstützung durch den Motor mehr oder weniger stark aus. Der ›Turbo-Modus‹ hatte mitunter eine ganz besonders unwiderstehliche Anziehungskraft und so war es schon atemberaubend, wie schnell ich eine Geschwindigkeit aus dem Stand auf 26,5 km/h erlangt hatte. Dabei war es übrigens nahezu bedeutungslos, ob ich auf gerader Strecke fuhr oder eine Steigung bewältigen musste. Ein Tritt in die Pedale und das Teil ging ab! Ich musste echt schauen, dass ich beim Hochschlalten hinterher kam. Ein Beispiel: Bei der Fahrt ›Ziegelteich‹ hoch Richtung ›Exerzierplatz‹ habe ich mit dem normalen Rad bisher noch nie die grüne Welle geschafft – jetzt fuhr ich wie am Schleppseil gezogen mit E-Höchstgeschwindigkeit den Berg hoch und kam bei »Unverpackt« ohne Ampelhalt an. Das war schon klasse – wenn man es denn eilig hat.

Der ständig abrufbare E-Kick war dabei so aufregend, dass es mich richtiggehend nervte, wenn ich ab 26,6 km/h durch die (verdammte) Antriebsabschaltung genötigt wurde, die gesamte Fortbewegungsenergie wieder komplett alleine aufbringen zu müssen. Bei einem Rad, was rund 20 kg wiegt, keine besondere Freude und die Frage hämmerte durch meinen Kopf: Warum nicht 30 oder 35 km/h? Zudem erschien mir das eigenständige Treten deutlich anstrengender, als wenn ich mit einem meiner »normalen« Räder oberhalb dieser Geschwindigkeit fahre – allerdings ist auch keines meiner Räder so schwer.

Mein Fazit

Trotz des Spaßfaktors würde ich persönlich keine rund 2500 Euro für ein solches Elektrorad ausgeben, da ich auch längere Strecken und Steigungen (je nach Tagesform gern) aus eigener Kraft bewältige. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass das Elektrorad für eine große Anzahl von Menschen eine sehr gute Alternative zum Auto darstellt und es ihnen ermöglicht Wege zu fahren die sie mit dem antriebslosem Fahrrad nicht oder nur schwer, oder nur mit unerwünschten Nebenwirkungen (bspw. starkes Schwitzen auf dem Weg zur Arbeit), bewältigen würden bzw. könnten. Auch beim Transport von schweren Lasten oder beim Kindertransport – der gesamte Bereich »Lastenräder« gewinnt durch den E-Antrieb erheblich an Fahrt – ist das E-Bike eine sinnvolle Option.

Wir alle wissen, das verkehrstechnische Problem der Welt ist zweifelsfrei das Auto, mitsamt seiner mächtigen Industrie, der Ölbranche und den politischen Seilschaften drumherum. E-Räder sind eindeutig ein weiteres gutes, manchmal vielleicht auch nur ergänzendes Angebot für eine autofreie Mobilität. Alles, was einen Ausweg aus der ungesunden und zerstörerischen Auto-Normativität protegiert, ist meiner Meinung nach willkommen. Das »System Auto« muss zerschlagen werden, und wenn möglich nicht repressiv, sondern mittels sinnvoll zur Verfügung gestellter Alternativen, die dem Umstieg noch leichter machen. Das bedeutet gleichzeitig natürlich auch, dass es bessere Rahmenbedinungen zum (e)-Radfahren geben muss – nicht nur punktuell, sondern Flächendeckend. Und zu guter letzt soll bemerkt sein, dass Puristen mit den (noch) wenigen E-Radlern nicht über »reine Lehre« streiten sollten.

ebike01

ebike02

ebike03

ebike04

ebike05

ebike06

 


Allgemeine Infos zu E-Rädern

Es gibt E-BikesPedelec (Pedal Electric Cycle) und S-Pedelec.

Das (echte) E-Bike kann mittels eines Gasgriffs auch ohne Treten bewegt werden. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 20 km/h. Rechtlich gesehen gilt ein E-Bike als Leichtmofa und bedarf daher einer Betriebserlaubnis und ist versicherungspflichtig.

Beim Pedelec (Pedal Electric Cycle) unterstützt ein elektrischer Hilfsantrieb mit bis zu 250 Watt die Tretbewegung des Fahrers. Bei Geschwindigkeiten von mehr als 25 km/h schaltet sich der Zusatzantrieb des Pedelecs ab. Ein Pedelec gilt rechtlich als Fahrrad, unterliegt keiner Helmpflicht und darf auf Radwegen gefahren werden.

Der Antrieb des S-Pedelec darf eine Leistung von bis zu 500 Watt haben. Die Höchstgeschwindigkeit eines S-Pedelec liegt bei 45 km/h. Wie beim Pedelec darf der Motor nur bei gleichzeitigem Treten den Fahrer unterstützen. Ein S-Pedelec benötigt allerdings eine Betriebserlaubnis, ist versicherungspflichtig und der Fahrer muss zudem noch eine Fahrerlaubnis der Klasse M vorweisen.

Rückschau auf die November – Critical Mass

November-Wetter: Die Handy-Cam war überfordert. Es war so nebelig und diesig, dass die Auto-Fokussierung während der Fahrt kläglich versagte.

Die November – Critical Mass ist gefahren. Wir hatten typisches November-Wetter mit allem Zubehör. Es war feucht, nebelig und kalt und die ersten Winter-Erkältungswellen rollen durchs Land. Entsprechend war die Teilnehmerzahl dieses mal überschaulicher, aber geschätzten 50-70 Fahrerinnen und Fahrern war all dies schnuppe und sie waren dabei.

Aufgrund des ungemütlichen Wetters fiel die zurückgelegte Stecke diesmal allerdings kürzer aus als sonst – der Verband, welcher sich zum Ende bereits gelichtet hatte, traf bereits gegen 20:30 Uhr wieder am Treffpunkt/Ausgangspunkt ein. Als einen Höhepunkt der Fahrt empfand ich den kurzen Halt des gesamten CM-Verbandes an der Ecke Walker Damm/Hopfenstraße, um die Demo der Antifa und feministischer Gruppen (sollte ich Gruppen übersehen haben, bitte ich um Entschuldigung) vor der AfD-Landesgeschäftsstelle gegen Rassismus, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit mit unser Masse zu unterstützen. Bei der Demo war ne Menge Power, vieler kritischer Menschen, die nicht wegschauen, am Start – großartig! In diesem Zusammenhang soll auch an dieser Stelle auf die Antira-Soli-Party »You can`t evict Solidarity« – HipHop, Techno & more in der alten Meierei am Samstagabend hingewiesen werden.

Ansonsten war es ruhig und beschaulich. Ach ja – ein hinter dem Verband fahrender Kraftfahrzeuglenker musste mittels mehrminütigem Dauerhupen unbedingt zeigen, dass er den Längsten hat. Was nebenher bemerkt eine Ordnungswidrigkeit nach StVO § 16 darstellt, zeigt das Selbstverständnis einiger, die mit zuviel Testosteron umherwabern. Nun, das Tempo des Verbandes verlangsamte sich darauf hin sicherheitshalber etwas.

Wir freuen uns schon auf den 30. Dezember. Ein Tag vor Silvester lassen wir dann das Kieler Mass-Jahr ausklingen! Und, nächstes Mal haben alle Zeit! 🙂

Reine Kopfsache – der Fahrradhelm

radhelm
Velo-Helm: Vieldiskutiert und häufig gehasst – zu Recht?

Über den Nutzen von Fahrradhelmen und in diesem Zusammenhang über die Forderung einer allgemeinen Helmpflicht für Fahrradfahrer wird bis heute sehr kontrovers und emotional diskutiert. Schnell ist die Behauptung bei der Hand, dass Fahrradfahren mit Helm doch viel sicherer sein muss, als ohne Helm – schließlich hat man ja eine schützende Schale auf dem Kopf. Gleiches könnte dann aber auch für den Fußgänger- und Autoverkehr gesagt werden, denn auch hier muss es behelmt sicherer zugehen als helmlos – nur hier wird eine Helmpflicht nicht diskutiert. Oder ist dies gar ein polemischer Vergleich? Eine weitere, belangvolle Frage ist, ob dem Fahrradhelm eine größere Schutzwirkung nachgesagt wird, als er zu Leisten vermag. Wird den Radelnden tatsächlich der Schutz gewährt, den er vielen Helmträgern optisch zu vermitteln scheint? Eine Faktenanalyse.

Frage: Ist Radfahren gefährlicher als andere Dinge?

Zunächst versuchen wir die Frage zu beantworten, ob Radfahren tatsächlich eine so gefährliche Tätigkeit ist, dass es hier angebracht erscheint, gegenüber anderen Aktivitäten wie bspw. zu Fuß gehen oder Autofahren etc., eine besondere Schutzkleidung zu diktieren. Hier gibt es ziemlich aussagekräftige Zahlen, die weiter helfen:

Betrachten wir zunächst die Gruppe der Kinder und Jugendlichen, für die im Besonderen eine Helmpflicht eingefordert wird. Hier zeigt sich in einem Bericht des Bundesverbandes der Unfallkassen zum Schülerunfallgeschehen, dass nur weniger als 2 Prozent der meldepflichtigen Unfälle bei Schülern mit dem Fahrrad passieren. 27 Prozent sind Pausenunfälle und 16 Prozent sind Unterrichtsunfälle. Radfahren ist also bei Schulkindern gegenüber anderen alltäglichen Verrichtungen nicht besonders gefährlich – das Gegenteil ist der Fall.

Schauen wir weiter auf die Gruppe der Erwachsenen. Im Jahr 2004 legte die Hannelore-Kohl-Stiftung für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems in ihrem Geschäftsbericht folgende Zahlen vor: Schwere Schädel-Hirn-Verletzungen wurden bei 26 Prozent der Fälle als PKW-Insassen, zu 14 Prozent in der Freizeit, zu 39 Prozent als Krankheitsfolge und nur zu 1 Prozent als Fahrradfahrer oder Fußgänger erlitten. Autofahrende sind nach diesen Zahlen also einem 260 Prozent höherem Risiko für schwere Schädel-Hirn-Verletzungen ausgesetzt als Fahrradfahrer, aber wird angesichts solcher Zahlen für Autofahrer ein Helm eingefordert? Diese Zahlen verwundern nicht, wenn man beachtet, dass lediglich 0,0002 Prozent aller Fahrradunfälle zu schweren Kopfverletzungen führen.

Auch in einer neueren Klinik-Studie aus dem Jahr 2012 der Neurochirurgischen Universitätsklinik Münster, veröffentlicht im OrthoJournal Ausgabe 12, ist Fahrradfahren vergleichsweise ungefährlich. Hier geschehen 11 Prozent der Schädel-Hirn-Verletzungen beim Auto- oder Motorradfahren, 36 Prozent während verschiedener Freizeitaktivitäten, 28 Prozent im Haushalt, 15 Prozent bei der Arbeit und 10 Prozent bei Fahrradunfällen. Im selben Journal bestätigt Dr. Adolf Müller, Chefarzt der Klinik für Neurochirugie am Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg: »Fahrradfahrer [sind] bei uns in der Klinik die kleinste Gruppe, die wegen Schädelhirnverletzungen nach einem Unfall operiert werden müssen. […] Verletzte erleiden bei Fahrradstürzen meist mittelschwere Schädelhirntraumen, unabhängig davon, ob sie einen Helm getragen haben oder nicht.«

Besonders deutlich sind die Zahlen der Baloise Group Sicherheitsstudie aus dem Jahr 2010: Hier liegt der Anteil der Verletzungen von Radfahrern an allen Kopfverletzungen bei lediglich 1 Prozent und damit noch deutlicher unter dem Anteil von PKW-Insassen mit 48 Prozent und Motorradfahrern mit 13 Prozent.

Diese Zahlen zeigen deutlich, dass Fahrrad fahren definitiv keine besonders gefährliche Tätigkeit ist und für die meisten Radfahrer das Risiko, einen schweren Unfall zu erleiden, sehr gering ist. In absoluten Zahlen gesehen leben sogar Fußgänger gefährlicher als Radfahrer: 2012 starben 406 Radfahrer auf Deutschlands Straßen und 520 Fußgänger. Beide Gruppen sind bei Kollisionen mit Autos gleich schlecht dran – trotzdem käme niemand auf die Idee, beim Gang zum Bäcker einen Helm aufzusetzen, nur weil er beim Überqueren der Straße überfahren werden könnte. Noch mehr gilt dies angesichts der extrem hohen Unfallzahlen mit schweren Kopfverletzungen für das Autofahren – auch hier würde keiner auf die Idee kommen, einen Helm im Auto zu tragen. Die Frage ist also nicht nur berechtigt sondern auch gehaltvoll – warum wird ausgerechnet für das Fahrradfahren eine besondere Schutzkleidung verlangt?

Die Argumentation, dass jede verhinderte Schädel-Hirn-Verletzung ein Erfolg sei, ist sicher richtig – aber dann müssten wir uns konsequenterweise im nächsten Schritt auch Gedanken darüber machen, wie eine geeignete Schutzkleidung für Fußgänger und Autofahrer aussehen muss.

Frage: Welche Schutzwirkung gewährleistet ein Fahrradhelm?

Immer wieder behaupten Einzelpersonen oder Organisationen wie bspw. die Bundesanstalt für Straßenwesen, das ZNS-Kuratorium und weitere pauschal, dass Fahrradhelme vor Verletzungen schützen. Gleichfalls liest man immer wieder, dass Ärzte behaupten, dass die von ihnen behandelten, kopfverletzten Radfahrer mit einem Helm wesentlich besser davon gekommen wären (Anmk. d. Autors: Auch mir wurde von einem befreundeten Neuro-Chirurgen aus Hamburg ähnliches mitgeteilt). All dies spricht doch für den Helm, oder nicht?

Tatsächlich gibt es einige Studien, die durch ihre Ergebnisse zumindest vordergründig eine Wirksamkeit von Fahrradhelmen zu belegen scheinen. Bei genauerer Betrachtung weisen diese aber zum Teil beachtliche methodische Fehler auf, wie D. L. Robinson in seiner Studie »Bicycle helmet legislation: Can we reach a consensus?« (Warum bisherige Studien keinen Nutzen nachweisen konnten) aus dem Jahr 2007 darlegte. Die Pro-Helm-Studien arbeiteten mit niedrigen Fallzahlen und es fehlten zudem Kontrollgruppen. Mit anderen Worten sind solche Ergebnisse also mit Vorsicht zu genießen.

Was aber kann uns nun weiter helfen? Zum Beispiel ein Blick in die Prüfverfahren und in die Kenntnisse der Biomechanik.

Bei Fahrradhelmen, aber auch bei Ski- und Motorradhelmen, wird die Dämpfung ausschließlich bei senkrecht einwirkenden Kräften gemessen, da dieses einem Frontalaufprall am ehesten entspricht. Im realen Unfallgeschehen hingegen zeigen sich jedoch viel häufiger schräg einwirkende Kräfte, die dann als Rotationskräfte am Hirn einwirken und zudem für das Hirn besonders gefährlich sind. Ein Fahrradhelm kann ebenso wie ein Motorradhelm solcherlei Kräfte aber kaum dämpfen – die Rotationskräfte auf das Gehirn mit und ohne Helm sind hier gleich hoch, haben Untersuchungen von Medizinern der Wayne State University in Detroit ergeben. Diese Ergebnisse wurden durch Studien der schwedischen Versicherung Folksam bestätigt und weiter präzisiert: Die Werte für die lineare Kopfbeschleunigung lagen bei einer Aufprallgeschwindigkeit von etwa 21,6 km/h zwischen 135 g und 242 g. Gehirnerschütterungen mit und ohne Bewusstlosigkeit treten aber bereits bei 60 bis 100 g auf. Bei einer Beschleunigung von 250 g bestehe ein 40-prozentiges Risiko für einen Schädelbruch. Auch die Folksam-Studie betont, dass das Gehirn auf Rotationsbeschnleunigung wesentlich empfindlicher reagiert als auf lineare Beschleunigung: Das Risiko für Diffuse Axonale Verletzungen, Hirnblutungen oder Prellungen gehen vor allem von der Rotationsbeschleunigung aus. Diese Kräfte werden in den Norm-Testszenarien und damit in der Helmentwicklung gar nicht berücksichtigt.

Der Unfallforscher Klaus Brandenstein von der Unfallforschung der Versicherer (UDV) bestätigte 2012 in einem Interview im Fokus, dass klar sei, »dass ein Fahrradhelm kaum etwas ausrichten kann, wenn der Radfahrer mit einem schnell fahrenden Auto zusammenprallt. […] Wir wissen nicht, ob die aktuelle Helmkonstruktion den Ansprüchen genügt. Die Kriterien der Prüfverfahren, etwa ein Fall aus 1,5 Meter Höhe auf glatten Untergrund, entsprechen jedenfalls nicht der Realität auf der Straße.« Ebenfalls ernüchternd sind die Ergebnisse des ADAC-Tests aus dem Jahre 2010, bei dem Kinderfahrradhelme getestet wurden. Die Aufschlagprüfung auf einen simulierten Bordstein mit 19,5 km/h haben mehrere Helme nicht bestanden.

Spätestens nach dem Skiunfall des ehemaligen Formel-1-Rennfahrers Michael Schumacher ist auch der Helm für Ski-Fahrer, für den ähnlich wie für den Fahrradhelm immer wieder eine Pflicht gefordert wird, in den Fokus geraten (Michael Schuhmacher trug bei seinem Unfall einen Helm). Auch hier zeigte sich, dass ein der EU-Norm entsprechender Ski-Helm, dessen Konstruktion der eines Fahrradhelms sehr ähnlich ist, bereits bei einem Sturz aus 75 Zentimetern Höhe zerstört werden kann. Aufschlussreich ist das Interview mit Thomas Manek, Mitglied des European Committee for Standardisation, im Magazin Stern: »In diesen Kommissionen stoßen die Interessen der 28 Mitgliedsstaaten und auch der Hersteller aufeinander. Immer wieder habe ich erlebt, dass in dieser Diskussion Helm-Konzepte, die den Anforderungen der Piste besser entsprechen würden, auf Kompromisse auf kleinstem gemeinsamen Nenner zusammenschrumpfen.« Manek bemerkt, dass Helme wirksamer sein könnten, aber eben nicht zu diesen Preisen: »Allerdings würden die Kosten für solche Helme dann extrem steigen und das Aussehen der Helme stark verändern. Die Hersteller müssten viel Geld in die Entwicklung von High-Tech-Stoffen stecken und in die Neukonzeption des Helm-Aufbaus. Wer da Vorreiter sein will, wird seine Helme kaum unter 500 bis 1000 Euro anbieten können. Unter dem wirtschaftlichen Druck scheuen das bislang noch alle Fabrikanten. Um es wirklich besser zu machen, müssten wir die Norm anpassen, sonst tut sich zu wenig.«

Dieser Meinung ist auch Florian Schueler, Unfallforscher am Institut für Rechtsmedizin an der Uni Heidelberg. Dieser äußerte bereits 2008 in einem Interview mit dem Mountainbike-Magazin, dass die Norm für Fahrradhelme dringend überarbeitet werden muss. Derzeit setzt die Norm eine maximale Beschleunigung von 250 g als Grenzwert an. Schueler aber führt diesen Wert ad absurdum: »Die etablierte Wertegrenze des Verletzungsschutzes liegt deutlich tiefer! […] die Einwirkdauer ist dabei entscheidend! Aus der Sicht der Traumatomechanik wären bei Unfällen mit derartiger Einwirkschwere schwerste, wenn nicht tödliche Kopfverletzungen zu erwarten.«

Dr. Adolf Müller, Chefarzt der Klinik für Neurochirugie am Krankenhaus Barmherzige Brüder in Regensburg erläuterte im OrthoJournal Ausgabe 12, dass Fahrradhelme zudem vollkommen anders aufgebaut sind, als beispielsweise Motorradhelme: »Motorradhelme haben nämlich zusätzlich einen Puffer aus Styrodur. Dieses Innenleben des Motorradhelmes puffert bei einem Unfall die Aufprallenergie ab, welche dann nicht meht unvermindert auf das weiche Hirngewebe unterhalb der harten Knochenschale einwirken kann. Der Fahrradhelm hat einen solchen wirksamen Puffer aber nicht. Durch seine Hartschale kann der Radhelm lediglich begrenzt im Niedriggeschwindigkeitsbereich Weichteilverletzungen und Schädelbrüche verhindern – aber auch nur dann, wenn man entsprechend aufschlägt. Aufgrund der fehlenden Pufferwirkung und Knautschzone wird jedoch bei Unfällen mit höherer Geschwindigkeit das Gehirn stark durchgeschüttelt und es kommt zu Scherbewegungen und Anprallverletzungen an der harten Knochenkapsel, die direkt zu Einblutungen und Verletzungen des Hirngewebes führen. […] Aus neurochirurgischer Sicht ist der Fahrradhelm im niedrigen Geschwindigkeitsbereich sicher ein wirksamer zusätzlicher Schutz.«

All dies zeigt, dass die Schutzwirkung eines Fahrradhelms überschätzt wird, denn seine Fähigkeit zur Energieaufnahme ist viel zu begrenzt. Seine Schutzwirkung ist nur bei sehr geringen Geschwindigkeiten gegeben und hier auch nur dann, wenn sich der Sturz ähnlich der Laborbedingungen vollzöge. Dies aber ist in der Realität eben häufig nicht der Fall.

Frage: Kann der Fahrradhelm unter dem Strich sogar schaden?

Immer wieder liest man, dass Fahrradhelme den effektiven Radius des Kopfes vergrößern und so das Risiko der hochgefährlichen Rotationsbeschleunigungen durch den größeren Hebelweg sogar erhöhen. Die hierzu gemachten Studien sind widersprüchlich und auch hier wurden häufig keine vergleichenden Untersuchungen mit und ohne Helm angestellt. Somit soll diese Behauptung gegen das Helmtragen hier vorerst ohne Bewertung bleiben.

Ein anderer Aspekt ist allerdings relevant. Bei der genauen Betrachtung der Unfallstatistiken zeigt sich nämlich, dass die Helmtragequote bei Unfallopfern höher ist als die Helmtragequote der Gesamtbevölkerung. Klingt verquaxt, aber das bedeutet lediglich, dass Helmträger öfter verunglücken, als Nichthelmträger. Das Stichwort hierbei ist »Risikokompensation«. Als Ende der 1980er Jahre das Antiblockiersystem (ABS) in Kraftfahrzeugen eingeführt wurde, war ebenfalls zu beobachten, dass Fahrer von Autos mit ABS im Unfallgeschehen überproportional häufig vertreten waren. Sie hatten durch riskantere Fahrweise den faktischen Sicherheitsvorteil des ABS verspielt. Ähnliches ist bei fahrradfahrenden Helmträgern zu beobachten – die trügerisch geglaubte Sicherheit, dass der Helm mich schützt, führt zu riskanterer Fahrweise auf dem Rad. All dies sind Vorgänge die sich im Unterbewussten abspielen, genauso wie das Phänomen, welches in der Studie von I. Walker »Drivers overtaking bicyclists: Objective data on the effects of riding position, helmet use, vehicle type and apparent gender.« (Radfahrer, die mit »viel« Abstand überholt werden wollen, brauchen lange Haare und keinen Helm) offenbart wurde: Helmträger werden von anderen Verkehrsteilnehmern riskanter überholt.

Ein weiterer negativer Aspekt ist, dass Helmwerbung Radfahren als gefährliche Tätigkeit darstellt, obwohl sie dies wie Anfangs bewiesen überhaupt nicht ist. Das allgemeine Radfahren geht also auch schon allein deshalb zurück, weil Radfahren als gefährlich dargestellt wird und die Angst vor Verletzungen vom Fahrradfahren abhält. In Neuseeland bspw. hat Helmwerbung zu einer drastischen Erhöhung der Helmtragequote geführt (je nach Altersgruppe etwa Verdoppelung der Quote innerhalb von drei Jahren). Im Gegenzug nahmen aber die Radfahrer um rund 19 Prozent ab. Dies wurde in der Studie von Paul A. Scuffham, John D. Langley: »Trends in cycle injury in new zealand under voluntary helmet use, Accid. Anal. and Prev., Vol. 29, No. 1, pp. 1-9,1997« nachgewiesen. Als in verschiedenen Bundesstaaten Australiens die Helmpflicht für Radfahrer eingeführt wurde, ging die Anzahl der Radfahrer sogar um 36 Prozent zurück – vor Einführung der Helmpflicht war die Tendenz der Fahrradnutzung hingegend steigend. Dies geht aus der Studie von Dorothy L. Robinson: »Cycle helmet laws – facts, figures and consequences« hervor.

Mit anderen Worten – werden Helme vorgeschrieben, nimmt die Anzahl der Fahrradfahrenden ab. Dies ist nicht nur mit negativen Folgen für die gesellschaftliche Gesundheit verbunden, da regelmäßige Bewegung bekanntlich das Risiko von Herz- und Kreislauferkrankungen mindert – nein, auch die Gefährdung für die »übriggebliebenden« Radfahrer steigt. Klingt merkwürdig, ist aber so. Hier hilft der Blick auf unsere Nachbarn in den Niederlanden und Dänemark weiter: In beiden Ländern existiert ein sehr hoher Anteil an Radverkehr und der Helm wird von den Radlern strikt abgelehnt. Dennoch oder gerade deswegen ist dort das Risiko, als Fahrradfahrer zu verunglücken, so niedrig wie in keinem anderen Land.

Die Aufklärung derbei ist einfach: Je mehr geradelt wird, umso achtsamer fahren die Autofahrenden, da sie jederzeit mit Radfahrenden rechnen müssen. Dadurch kommt es zu weniger Unfällen. Bei zunehmendem Radverkehr nimmt das individuelle Verletzungs- und Todesrisiko ab und umgekehrt steigt es bei sinkendem Radverkehr.

Fazit

Wir müssen also erkennen, dass die Schutzwirkung eines Fahrradhelms zum einen überschätzt wird, da seine Fähigkeit zur Energieaufnahme sehr begrenzt ist. Zum anderen wäre das Tragen von Helmen für Autofahrer und Fußgänger viel eher angezeigt, da diese viel öfter an schweren Kopfverletzungen verunfallen als Radler – hier wird aber kein Helm gefordert. Schon deshalb sollte eine allgemeine Forderung nach einer Helmpflicht ausschließlich für Radler ausgeschlossen sein. Und zu guter letzt zeigt sich, dass das verordnete Tragen von Helmen zur Abnahme der Radelnden und damit auch der Abnahme der gesellschaftlichen Gesundheit führt und zudem die verbleibenden Radler stärker gefährdet werden, als wenn mehr Menschen auf dem Rad unterwegs wären.

Letztlich muss jeder selbst entscheiden, ob er Helm trägt oder nicht. Ich persönlich trage in der Regel keinen Helm, aus eben all den zuvor genannten Gründen. Aber wie heißt es doch so schön: Keine Regel ohne Ausnahme(n). Bei schwierigen Wege/Wetterverhältnissen im Herbst/Winter oder starkem Regen/Sturm greife ich dann doch ab und an zum Helm, weil ich ganz einfach auch bei niedrigen Geschwindigkeiten mal ausrutschen könnte – mit Regenkappenüberzug in Signal-Gelb. Puristen mögen es mir nachsehen.

Undenkbar: In Kopenhagen (hier im Bild) und den Niederlanden wird das Helmtragen durchweg abgelehnt. Nirgends ist Radfahren sicherer als dort. Foto: Zugvogel, CC0 1.0 Universal (via Wikimedia Commons)
(Weitere) Quellen und weiterführende Links: www.adfc.de/helme

Rückschau auf die Oktober – Critical Mass

Etwa 15 Minuten vor der Abfahrt. Um die 100 Fahrerinnen und Fahrer waren bereits da (viele nicht im Bild zu sehen).

Die Oktober – Critical Mass ist gefahren. Wir hatten Super-Wetter – natürlich vor dem herbstlichen Oktober-Maßstab gesehen. Trocken und fast windstill. Gezählt wurden übrigens 153 Fahrerinnen und Fahrer, die sich die Fahrbahnen wieder zurück eroberten.

Die Fahrt war diesmal recht lang. Etwa 26 Kilometer ging es durch die Straßen Kiels. Auch diese Mass war erneut wieder sehr gelockert, bisweilen geradezu aufgelockert, denn es ergaben sich diesmal mehrmals größere Lücken im Verband. Uff. Die vorne waren zu schnell und die hinten zu langsam – beide Gruppen haben mal mehr, mal weniger ein bisschen gepennt. Hätten die Corkerinnen und Corker (dank euch!) nicht manches mal tapfer weitergekorkt, bis die Nachzügler dann auch ankamen und durchgefahren sind, wären sicherlich bei diesen Lücken hier und dort andere Fahrzeuge in den Verband eingefahren. Nun ja, beim nächsten Mal machen wir es sicher wieder alle besser – wir können ja schließlich nicht immer Spitzenklasse sein.

Rüber aufs Ostufer, zurück aufs Westufer von Links nach quer. Kiel ist verdammt schön, wenn man auf dem Bike sitzt und die Lichter der Stadt genießt. Teilweise waren tolle Beleuchtungen an den Bikes zu sehen und es wurde wieder viel gelacht. Klasse waren die beiden jungen Frauen am Bahnhof, die den vorbeifahren den Verband kurz vor Ende der Fahrt lauthals bejubelten und im applaudierten. Schön.

Wir freuen uns schon auf den November.

Kommentare sind immer gern gesehen und wer möchte kann gern Fotos schicken (oder an/auf die Facebook-Site).